Prädikative, adverbiale, attributive Adjektive, Regeln, Beispiele, Deutsch

Sie lernen hier mehr zum Thema prädikative, adverbiale, attributive und satz-adverbiale Verwendung der Adjektive. Sie lernen die Regeln anhand von Beispielen einfach erklärt.

Prädikative, adverbiale, attributive und satz-adverbiale Verwendung vom Adjektiv, Deutsch Grammatik lernen Regeln, Beispiele einfach erklärt.
Verwendung von Adjektiven

Die Verwendung von Adjektiven Regeln und Beispiele

Zu den Typen von Adjektiven zählen die prädikativen, adverbialen sowie attributiven Adjektive. Diese Wortart wird im Deutschen auf vielfache Art und Weise verwendet. Grundsätzlich wird zwischen prädikativer, adverbialer und attributiver Verwendung unterschieden.

Prädikative Adjektive

Die prädikative Anwendung von einem Adjektiv bedeutet, dass das Adjektiv selbst in Verbindung mit bestimmten Verben (darunter: sein, werden, bleiben) genutzt wird. So werden Zuschreibungen gemacht. Die Beispiele:

  • Er ist schön.
  • Das Buch wird umfangreich.
  • Das Haus bleibt baufällig.

Die Adjektive werden hierbei nicht dekliniert, solange sie hinter dem Nomen stehen. Das heißt, dass sie sich nicht dem Fall anpassen müssen. Wohl aber können Komparative und Superlative verwendet werden.

  • Er ist schöner (als …).
  • Das Buch wird umfangreicher (als das vorher gelesene).
  • Das Haus bleibt am baufälligsten (von allen begutachteten Häusern).

Die Ergänzungen sind nur mögliche Beispiele für einen Kontext.

Adverbiale Adjektive

Die adverbiale Anwendung von Adjektiven ist hingegen die Verwendung der Wortart, um einen Vorgang näher zu beschreiben. Die Adjektive stehen also hinter einem Verb. Es handelt sich bei Adjektiven hinter Verben immer um adverbial angewendete Adjektive, außer bei sein, werden sowie bleiben. Im einfachsten Fall handelt es sich um modal-adverbial angewendete Adjektive. Die Beispiele:

  • Der Hund bellt laut. (Wie bellt der Hund?)
  • Sie singt schrill. (Wie singt sie?)
  • Er arbeitet eifrig. (Wie arbeitet er?)

Satz-adverbiale Adjektive

Auch können sich Adjektive in der adverbialen Anwendung auf den gesamten Satzteil beziehen. Sie umschreiben dann das Nomen und das Verb gleichzeitig. Das Nomen sowie das Verb bilden zusammen einen Vorgang. Man spricht hierbei auch von satz-adverbialen Adjektiven. Das Beispiel:

  • Er verliert schnell seine gute Laune.

Dieser Satz bedeutet nicht, dass er auf schnelle Art und Weise (Wie verliert er seine gute Laune?) verliert. Sondern er bedeutet, dass es sehr schnell geht, dass er seine gute Laune verliert. Meistens ergibt es sich aus dem Satz, worauf das Adjektiv sich bezieht. Satz-adverbial genutzte Adjektive beziehen sich immer auf den Restsatz.

Attributive Adjektive

Attributiv eingesetzte Varianten sind Adjektive, die vor Substantiven beziehungsweise Subjektiven stehen und diesen Eigenschaften zuweisen. Die Beispiele:

  • Die blauen Augen.
  • Das rote Kleid.
  • Der bittere Nachgeschmack.

Attributiv verwendete Adjektive müssen entsprechend der Nomen, auf die sich beziehen, dekliniert werden. Unterschieden werden hierfür:

  • Die vier Fälle bei Adjektiven (Nominativ, Genitiv, Dativ sowie Akkusativ).
  • Ob ein bestimmter oder unbestimmter Artikel vorliegt (der, die, das oder ein, eine, ein).
  • Weiterhin ob Sie im Singular oder Plural gebildet werden.

Hier finden Sie den Überblick zum Thema Adjektive.

Weitere Infos

Diese Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren:

  • Hier finden Sie einige Übungen zum Thema prädikative, adverbiale und attributive Adjektive.